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Schicksal - Sinn - Zufall?

Ich glaube nicht an Zufälle.
Er hat mir irgendwann im Frühling gesagt, dass ich doch ein Tagebuch führen soll, statt ihm zu schreiben, weil er mir auch nicht helfen kann und sie seine Mails kontrolliert.
Und als ich dann so wütend und verzweifelt war zu Pfingsten habe ich in Google Online Tagebuch eingegeben und bin hier gelandet.
Und Anfangs war mir nicht bewußt, dass das was ich schreibe auch wirklich gelesen wird.
Und ich habe auch angefangen zu lesen, besonders die Tagebücher von Menschen, die auch täglich schreiben.
Und irgendwie beeinflusst alles alles, die Art darüber nachzudenken, es hilft mir hier andere zu haben, die irgendwie so ähnliche Geschichten haben, fast wie in einem Roman.
Besonders snuk und Vivian sind sehr wichtig, weil wir alle irgendwie unsere eigene Geschichte haben, aber so ähnliche Gefühle zeitweise, dass es schon fast unheimlich ist. Unheimlich sich so wiederzufinden, es so nachfühlen zu können.
Aber ein gutes Gefühl damit nicht allein zu sein.
Es fasziniert mich irgendwie. Und wieder etwas was ich indirekt durch Ihn gewonnen habe.
Er ist heute im Burgenland und arbeitet. Oder verbringt danach Zeit mit ihr in der neuen Wohnung.
Er fehlt mir.
Ich war gestern wieder mit C weg am Abend, aber nicht lange, weil ich ja Frühdienst hatte. C und C in der Stadt, immer ganz witzig, auch wenn ich mich manchmal zu alt fühle, besonders für die Männer in ihrem Alter (22), aber ich sehe ja um einiges jünger aus als ich bin und zuerst glauben sie uns nicht, dass wir beide den selben Vornamen haben und anschließend nicht, dass ich älter bin als sie.
Sie hat mir von ihrem Telefonat mit seiner Frau erzählt, die ja noch 2 Jahre jünger ist als sie selbst (10 Jahre jünger als ich!).
Dass es ihr gut geht und sie schon gespannt auf das Baby wartet. Dass weiß ich von ihm auch, aber es ist was anderes es von ihr zu hören.
Irgendwie ungut.
Einerseits will ich es gar nicht wissen, andererseits ist Nichtwissen das schlimmste für mich.
Wissen ist etwas was mir wichtig ist, auch wenn ich mich selbst damit quäle.
Was weiß ich, das Leben ist kompliziert, aber spannend und dadurch interessant.
Und lieber tottraurig und voller Tränen und Herzschmerzen, als gefühllos und leer.
Und egal ob es einen Sinn hat oder nicht, das Ziel ist auf jeden Fall glücklich zu sein und niemals dieses Gefühl zu LEBEN zu verlieren.

(Und morgen ist einsamer Sonntag und ich versinke wieder in Depressionen. Aber heute Abend geh ich Bowling spielen mit Freunden, hoffe das heitert mich etwas auf, auch wenn ich nix treffe, weil mir die Kugel zu schwer ist -) )

Oh mein Gott!

Meine Nerven. Jetzt ruft mich W an und fragt doch tatsächlich ob ich heute Abend mit ihm und ihr Cocktail trinken gehen mag. Ich pack es grad gar nicht. Ich möchte ja auch das Baby kennen lernen und die Wohnung in der sie wohnen werden anschauen usw…
Also wollte ich schon wieder normalen Kontakt mit ihr haben.
Aber irgendwie,…..
Ahhh, wie kann ich ihr gegenübertreten? Werde ich nachher wieder ein nervliches Wrack sein?
Oder vorher vor Aufregung eingehen?
Ich halte mich ja selbst nicht für ganz dicht, aber langsam zweifle ich echt an meinem Verstand. Wie kann ich das tun?
Einerseits freue ich mich, andererseits habe ich Angst ihn nicht mehr allein sehen zu können, dass es dann endgültig vorbei ist.
Und ich habe ein sensationell schlechtes Gewissen meinen Freunden gegenüber, weil ich das Bowling abgesagt habe, das ich organisiert habe. Meinem Ex zuliebe allerdings, weil er ständig fragt, wann wir Bowling spielen gehen.
Jetzt gehen sie halt ohne mich und werden sicher auch so viel Spaß haben, hoffentlich.
Und ich werde meine Sünden abbüßen und muss dann noch morgen früh raus zusätzlich.
Aber ich werde das schon schaffen irgendwie.
Warum bin ich so, wie ich bin?
Manchmal finde ich es wirklich nicht ok wie ich bin und was ich mache.
Und ich habe Angst, ANGST; A N G S T
vor heute Abend, vor der Zukunft und überhaupt.
ANGST ihn zu verlieren vor allem.
ANGST davor heulend nach Hause zu gehen, weil sie es mir wieder gezeigt hat, wer hier die Herrin im Haus ist.
So ein Blödsinn das alles, sollte nicht soviel denken sondern einfach schauen wie es wird.
AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH

Und zum Glück geht C ja auch mit

Nachtrag des Nachtrags:
Wie soll man auf sein Gefühl hören, wenn das Gefühl so widersprüchlich ist? Wenn ich nicht mehr weiß, was ich empfinde?
Angst?
Freude?
Werden wir wieder emotional so verbunden sein, dass es über allem anderen steht?
Es gab eine Zeit da waren wir zu viert weg. C, er und sie und ich. Und obwohl sie seine Partnerin war, waren wir uns in Gesprächen sofort so nahe, so vertraut, dass es nicht zu übersehen war, dass da was besonderes zwischen uns ist. Daher auch die Spannungen zwischen ihr und mir, als zwischen ihm und mir gar nichts war, außer Freundschaft. Weil wir uns so gut verstanden haben. Weil da was Besonderes zwischen uns war.
Wird das noch so sein oder müssen wir auf möglichst reserviert machen, damit sie sich keine Sorgen macht?
Wir haben nie auf irgendwas gemacht, es war immer so natürlich. Und manchmal war ich nach einem Treffen traurig, manchmal habe ich mich ihm noch näher gefühlt.
Sie wird mir von der Hochzeit erzählen, von Babyvorbereitungen usw…
Sie glaubt wir hätten uns seit der Aussprache, damals auch zu 4. im August nicht mehr gesehen.
Er hat mich auch am Telefon mit “Kannst dich noch an mich erinnern” begrüßt und ich dachte erst, das wäre ein Scherz. War es ein bisschen auch, einerseits für sie, andererseits etwas was nur wir beide wissen, unser Geheimnis.
Ich fühle mich schäbig irgendwie.
Ein sehr moralischer Teil von mir möchte ihr ins Gesicht sagen, dass ihr Mann sie betrügt und damit die Verbindung zwischen ihm und mir für immer zerstören und ihr die Chance geben einene Neuanfang mit ihm oder eine Loslösung von ihm zu bekommen.
Aber dieser Teil wird nicht gewinnen.
Ich werde es ihr niemals sagen, auch nicht wenn es lange vorbei ist und er nichts mehr von mir wissen will.
Weil ich diese Verbindung und dieses Vertrauen, diese Vertrautheit die da zwischen uns immer war, immer real war, nicht zerstören will.

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