Fortsetzung zu Was kostet die Welt
Ein neuer Tag, neuerliche Übelkeit.
Keine Besserung in Sicht. Selbst Schuld hätte gestern nix essen sollen außerhalb.
Und die paar Schluck Cider waren auch einfach dumm.
Und dann der Gedanke an W und dass ich nicht weiß was ich will.
Ich hab ihm geschrieben, was ich mir wünsche. Das sieht so aus:
Wünsche:
Manchmal wünsche ich mir, dass du mich besuchen kommst und dann einfach bleibst.
Oder dass wir jeden Abend zusammen durch Wien streunen und neue Lokale und gute Weine genießen.
Dass wir gemeinsam nach Paris fliegen und die Welt erobern.
Oder einfach zusammen gemütliche Abende zu Hause verbringen, mit viel Nähe, Zärtlichkeit und Sex.
Aber wahrscheinlich sind es gerade die Auszeiten vom Alltag, die das alles zu was ganz Besonderem machen.
Dass was wir uns geben können und was wir gerade brauchen.
Die Zeit einfach zusammen genießen können.
Vertraut über unser Leben unsere Sorgen reden können.
Ich wünsche mir, dass sich daran nichts ändert, egal was sonst passiert.
Dass dieses Gefühl der Vertrautheit nie verloren geht.
Die Nähe und Zärtlichkeit immer ein Bestandteil davon bleibt.
Wir einander Halt geben können und dass du dich damit auch gut fühlst.
Deine Freundschaft ist mir sehr wichtig und auch wenn ich irgendwann wirklich eine neue Beziehung haben werde, wird sich daran nichts ändern. Auszeiten vom Alltag sind notwendig. Freunde, Vertraute sind notwendig.
Das hab ich ihm geschrieben. Hab auch nachdem er es gelesen hat ganz vertraut mit ihm im ICQ geredet. Ich glaube er denkt auch so.
Ich weiß auch nicht. Das Leben geht weiter. Mir ist soooo schlecht.
Meine Mail hat die Vertrautheit nicht zerstört, im Gegenteil. Grad hat er mich angerufen. Ist allein mit Baby zu Hause und wollte, dass ich höre wie laut er schon schreien kann.
Er wärmt grad sein Zwischendurchessen auf, dass er ihm gleich gibt.
Dann kocht er ihr was Gutes zum Abendessen.
Er ist sooooo süß. Verdammt mir ist noch immer so schlecht, Scheiß Alkohol