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Langsame Verwesung

Die Nacht ein Horror. 39,6°, Angst, Panik, habe wieder erbrochen, so Schleim mit was rotem drin, garantiert der Saft den ich getrunken habe, aber volle Panik, dass mein Magen blutet und ich sterben werde.
Fieberträume, Ängste bis zum Morgen.
Dann war besser.
Beim Arzt, das Übliche, alle Ergebnisse halbwegs normal.
Sie war heute da. Sie hat mich gefragt, ob ich unglücklich bin mit meinem Job oder mit dem Leben. Ob ich allein bin und wie es mir damit geht.
Am liebsten hätte ich losgeheult. Nicht wegen dem Job, den mag ich, aber auch davon fühl ich mich überfordert und mein Körper reagiert wohl darauf.
Sie hat mir was gegen Depressionen und Panikattacken verschrieben und gemeint , ich soll eine Therapie anfangen, vielleicht hilft das ja.
Dass das Fieber auch psychisch sein kann.
Ich glaube sie hat Recht.
Ich kann einfach nicht mehr, ich bin froh, wenn ich nicht arbeiten gehen muss, nicht wegen der Arbeit, allgemein. Ich ziehe mich immer mehr zurück, telefoniere schon fast gar nicht mehr, nicht mal W wollte ich gestern sehen.
Er hat heute geschrieben, dass er sich große Sorgen um mich macht.
Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Abendessen erbrochen, 38,8° und Halsweh, Bauchweh, fühle mich irgendwie tot.
Auch das hier schreiben kann ich kaum noch.
Eingraben und weg.
Nach der Trennung von meinem Ex hab ich geweint, es offen ausgelebt, jetzt fress ich alles in mich rein und bin depressiv.
Ich hoffe die Pulver wirken, ich weiß sonst nicht mehr was ich tun soll.
Und werde mich morgen nach Therapeutin in Wien umschauen.
Die Depressionen, Angstattacken, Folgen von sex. Missbrauch usw… behandelt.
Und die mir hilft mit meiner Diplomarbeit und W fertig zu werden. Und wenn ich erstere rituell verbrennen muss. Sie lastet schwerst auf meiner Seele.
Ich fühle mich unheimlich unglücklich.
Und so weit weg von allem. Totaler Rückzug

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